Von Boivin zu Sotheby's: Suzanne Belperrons extravagantes Erbe kommt unter den Hammer.
Anfang Dezember 2025 inszenierte Sotheby’s New York im Breuer Building eine meisterhafte Auktion unter dem Motto „Heritage of Elegance“. 24 Schmuckstücke von Suzanne Belperron aus den 1930er- bis 1950er-Jahren, aus einer anonymen Privatsammlung, erzielten einen Gesamterlös von über 5 Millionen US-Dollar und übertrafen damit alle Schätzungen. Zu den Highlights zählten eine Krawattennadel aus Gold und Bergkristall für 320.000 US-Dollar und eine Chalcedon-Halskette für 450.000 US-Dollar, die den Wert der Auktion sogar übertrafen und damit auch die Preise vergleichbarer Lose aus der JAR-Auktion. Boucheron im selben Urlaub. Diese Ergebnisse bestätigen, dass gebrauchter Schmuck aus Belperron eine erstklassige Investition ist, mit jährlichen Renditen, die über 10 Jahre auf 15-20 % steigen und damit Gold oder Luxusuhren weit übertreffen.

Belperron: Das Sotheby's-Event, das den Mythos begeistert
Die am 8. Dezember 2025 abgehaltene Weihnachtsauktion brachte 150 Sammler persönlich und online zusammen, wobei 85 % der Lose über ihren Schätzpreisen verkauft wurden. Catharine Becket, Leiterin der Schmuckabteilung bei Sotheby’s, beschrieb die Serie als „perfekte Harmonie organischer Formen und innovativer Materialien“, während der Historiker Olivier Baroin ihre „einzigartige, von der Jura-Region inspirierte Farbpalette“ hervorhob. Dieser Erfolg setzt eine späte Anerkennung fort, die mit der Wiederentdeckung seiner 3.500 Archivzeichnungen im Jahr 2007 bei Herz-Belerpon begann und Tausende zuvor unbekannter Werke ans Licht brachte.
Von ihren Ursprüngen im Jura bis zur Eroberung der Eliten
Geboren als Maria Suzanne Vuillermet am 20. Januar 1900 in Saint-Claude im Jura, zeigte sie schon in ihrer Kindheit Talent für Holzschnitzerei und die Bearbeitung von Bergkristall aus der Region. Mit 18 Jahren ging sie 1919 bei René Boivin in die Lehre, heiratete 1928 Jean Belperron (von dem sie ihren Namen annahm) und stieg zur künstlerischen Leiterin auf, wobei sie innovative, fließende und asymmetrische Linien einführte. Von 1932 bis 1970 arbeitete sie für das Modehaus Herz und anschließend selbstständig und kleidete die Weltelite ein: die Herzogin von Windsor (Schmuckset Chalcedon 1937), Elsa Maxwell oder Stars wie Dolores Del Rio, die aus handwerklichem Stolz jede Signatur ablehnen – „Mein Stil ist meine Signatur“.
Legendäre Modelle im Auktionsschauplatz
Bei der Sotheby’s-Auktion wurde eine Brosche mit persischem Blattmotiv aus dem Jahr 1942 aus geriffeltem Chalcedon oder 18-karätigem Gold mit graviertem Smaragd (Schätzpreis: 80.000–120.000 US-Dollar, Verkaufspreis: 285.000 US-Dollar) sowie ein Ring aus dem Jahr 1967 mit Saphir- und Diamantcabochons (Verkaufspreis: 167.000 US-Dollar) angeboten. Bei Christie’s Paris werden am 10. Dezember 2025 16 Schmuckstücke von Boivin-Belperron (aus den 1920er- und 1930er-Jahren) versteigert, die voraussichtlich jeweils 20.000–80.000 Euro erzielen werden, darunter ein Armband aus Onyx und Diamanten. Ein Pionier: der Schmuckset Wallis Simpson wurde 1987 bei Sotheby's in Genf für 391.000 CHF verkauft, was den Aufschwung des Marktes markierte; heute haben sich die Preise in 30 Jahren verzehnfacht, was auf die Seltenheit (geschätzt weniger als 5.000 Stücke) und die vom Belperron-Komitee zertifizierte Echtheit zurückzuführen ist.
Ein Vermächtnis, das die Zeit überdauert
Auf einem Markt für Vintage-Schmuck, der laut Art Market Research 2025 jährlich um 12 % wächst, zeichnet sich Belperron durch seine Tragbarkeit aus – leichte Stücke aus Metall, Kristall und Achat, mit oder ohne Material – ideal für Anleger, die Wert auf Langlebigkeit legen. Cartier oder Van Cleef. Reibungsloser Wiederverkauf: 1stdibs oder Sotheby's verkaufen schnell mit +30%; z.B. ein Schmuckset Das 1950 für 150.000 € erworbene Werk wird 2020 voraussichtlich 280.000 € im Jahr 2025 erzielen. Seine zeitlose DNA – biomorphe Kurven, Innovationen wie die Kannelierung – inspiriert Schiaparelli und zeitgenössische Künstler. Art Deco Der MAD (2025–2026) gewinnt an Sichtbarkeit. Im Januar 2026 bleibt sein Rating positiv; er gilt weiterhin als sicherer Hafen in Zeiten finanzieller Turbulenzen.